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Agios Nikolaos

Agios Nikolaos ist die Hauptstadt des Verwaltungsbezirks Lassitzi und einer der bedeutendsten Fremdenverkehrsorte Griechenlands.  Etwa 50 Km südöstlich und 30 Km westlich von Agios Nikólaos liegt die Lassithi-Hochebene, dem dem gesamten Verwaltungsbezirk den Namen gab. Die Lassithi-Hochebene ist mit den sie umgebenen Bergen und den alten, mit Segeltuch bespannten Windräder zweifellos eine der Hauptattraktionen ganz Kretas.

Die Windräder, die früher zur Bewässerung der Ebene eingesetzt wurden und von denen es früher einige tausend gab, werden jedoch zunehmend durch motorbetriebene Pumpen ersetzt, so daß die alten Windräder immer weniger zu sehen sind. Die Dörfer der Ebene liegen alle am Rand am Fuß des Gebirges, so daß das Zentrum der Ebene genügend Platz für den Anbau von vor allem Kartoffeln, Äpfeln und Weizen bietet.



Die Hochebene selbst, die bereits zu neolithischer Zeit bewohnt war, stellte immer wieder ein Rückzugsgebiet für die Einheimischen dar, da sie nur sehr schwer zu erreichen ist. Zu Zeiten der Venezianer wurde die Besiedelung und die landwirtschaftliche Nutzung im Jahre1263 verboten und erst 200 Jahre später wegen akuter Lebensmittelknappheit wieder erlaubt. Windräder wie das links abgebildete gab es früher zu tausenden in der Lassithi-Hochebene zur Wasserförderung, heute werden sie immer mehr durch motorbetriebene Pumpen ersetzt.



Sehenswertes:
Sicherlich ist zunächst die Ebene selbst ihre größte Sehenswürdigkeit. Zahlreiche kleine, befahrbare Feldwege führen kreuz und quer durch sie hindurch, so daß man mit dem "richtigen" Fahrzeug auf jeden Fall nicht auf die sehr stark von Touristen befahrene Ringstraße am Rande der Ebene angewiesen ist. Fährt man querfeldein, sollte man jedoch immer mit Gegenverkehr rechnen, denn für die einheimische Bevölkerung sind dies die Wege zu ihren Feldern. Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Ebene ist zweifellos das "Volkskundemuseum" n Agios Geógios , das von einem Verein getragen wird. Es ist täglich von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet. Hier erfährt man, wie die Menschen früher gelebt und gearbeitet haben, man erfährt etwas über ihre Lebensgewohnheiten und natürlich auch über ihre Stickkunst.



Eine weitere Sehenswürdigkeit der Hochebene und vermutlich die, die die meisten Touristen in dieser Gegend anzieht, ist die Tropfsteinhöhle " Diktéon Ándron ", auch Dikti-Höhle genannt. Hier soll der Sage nach der Göttervater Zeus geboren sein, weil seine Mutter Rhea aus Angst, daß sein Vater Kronos ihn genauso wie seine Geschwister verschlingen würde, ihn hier gebar und aufzog. Diese Sage macht auch die besondere Anziehungskraft der Höhle aus, die mindestens seit minoischer Zeit als Kultort diente. Für einen Besuch dieser Höhle ist auf jeden Fall festes Schuhwerk erforderlich, da die Steine auf dem Boden doch recht rutschig sind. Auch der Weg von den Parkplätzen zur Höhle ist mit rutschigen Steinen gepflastert, außerdem muß man hier ständig mit Maultieren kämpfen, die stur ihren Weg hoch zur Höhle und wieder heruntergehen. Und das tun sie, ohne auch nur einen Zentimeter von der ihnen bekannten Route abzuweichen.