Iraklion Heraklion
Die größten Städte sind Heraklion mit ca. 130.000 Inselhauptstadt, Chania mit ca. 60.000, Rethimnon mit ca.25.000 und Agios Nikolaos mit ca. 12.000. Auf Kreta wohnen ca. 500.000 Einwohner. Seit 1976 gibt es auf Kreta eine eigene Universität: In Heraklion die Mathematische, Medizinische und Archäologische, in Rethimnon die Philologische und Wirtschaftsuniversität und in Chania die Juristische. Sie erstreckt sich über 150 km und dürfte somit wohl die längste Universität der Welt sein.
Die kretische Hauptstadt Heráklion mit derzeit knapp 130.000 Einwohnern die größte der kretischen Städte. Und obwohl diese Stadt eine lange Geschichte hat, sind von den zahlreichen Bauten der Antike nur noch wenige erhalten. Dadurch bedingt sieht Heraklion insgesamt betrachtet auch nicht anders aus als andere europäische Städte. Die Sehenswürdigkeiten von Heráklion liegen fast alle innerhalb der gut erhaltenen venezianischen Stadtmauer. Im Mittelpunkt der Stadt liegt der Morosini-Brunnen aus dem Jahre 1628, den man auf der Platía Venizélu findet. Hier findet man auch zahlreiche Tavernen und Cafés, jedoch zahlt man auch einen gegenüber den Randbezirken höheren Preis für Speis und Trank. Als Alternative bieten sich da die auch am Brunnen gelegenen Imbisse, wo man sehr gute Piten für verhältnismäßig wenig Geld essen kann. Allerdings eignet sich dieser Platz hervorragend als Ausgangspunkt für Einkaufbummel und Besichtigungstouren. Von hier erreicht man jeden Punkt innerhalb der Stadtmauer bequem zu Fuß. Gios-Titos-Kirche, eine der Sehenswürdigkeiten von Heraklion. Sehenswürdigkeiten: Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten gehört zweifellos bereits oben erwähnter Brunnen. Er wurde nach dem venezianischen Gouverneur Francesco Morosini benannt, der ihn 1628 unter Einbeziehung der vier im oberen Bereich befindlichen Löwen aus dem 14.Jh. erbauen ließ. Hier endete damals eine 15 Kilometer lange Wasserleitung, die Trinkwasser vom Berg Joúchtas hierher brachte. Leider ist der Brunnen durch die zunehmenden Autoabgase stark angegriffen und seit einiger Zeit auch wasserlos. Schräg gegenüber des Brunnens steht die älteste venezianische Kirche der Stadt. Sie stammt aus dem Jahre 1239 und wurde in der Zeit der Türken bis zum Jahre 1915 als Moschee genutzt und in den 50er Jahren wurde sie vollständig restauriert. Das Grab des bedeutenden kretischen Dichters und Autors Kazantzákis ( u.a. Alexis Zorbas) findet sich auf der Stadtmauer. Der alte venezianische Hafen wird heute als Liegeplatz für Fischerboote und Jachten genutzt. In der Mitte der Mole steht heute noch das venezianische Kastell Koules aus dem 16.Jh., das die Stadt zur See hin schützte. Es ist Dienstags bis Sonntags geöffnet, der Eintritt kostet 400 Drs. Allerdings darf man sich nicht allzu viel erhoffen, denn außer ein paar alten Kanonen samt Munition gibt es hier eigentlich nur die schöne Aussicht zu genießen. Im Sommer gibt es im Innenraum des öfteren Theateraufführungen. Geht man die Mole bis zum Ende, kann man an der rechten Seite das Wrack eines alten Frachtschiffes sehen, in dem sich heute ganze Schwärme von Jungfischen tummeln. An der Uferstraße sind noch einige venezianische Arsenale zu sehen, in denen einst die Galeeren überwinterten und neue gebaut wurden. astell Koules, eines der Überbleibsel aus venezianischer Zeit. In Heráklion gibt es derzeit drei Museen, das historische, das Ikonenmuseum und das archäologische Museum, das derzeit neben dem Nationalmuseum zu den wohl wichtigsten griechischen Museen gehört. Das archäologische Museum ist täglich geöffnet, Montags von 12.30 Uhr bis 19.00 Uhr, den Rest der Woche von 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr. Im archäologischen Museum kann man die wohl umfangreichste Ausstellung mit Exponaten aus minoischer Zeit sehen, die aus fast allen Ausgrabungsstätten Kretas stammen. Unter anderem ist hier auch der berühmte Disk von Festós zu sehen, dessen Schriftzeichen bis heute noch nicht entschlüsselt sind. Für eine Besichtigung des Museums muß man mindestens zwei Stunden einplanen, besser jedoch drei bis vier. Leider ist es nicht möglich, während des Rundgangs seinen Hunger oder Durst zu stillen, denn wenn man das Café im Museumsgarten besucht und hinterher wieder ins Museum möchte, muß man erneut den Eintritt bezahlen. Für eine Besichtigung sucht man sich am Besten eine Zeit zwischen 12.00 Uhr und 16.00 Uhr aus, denn zu dieser Zeit sind nur wenige organisierte Touristengruppen dort. |







